IAA 2013: RENAULT STUDIE INITIALE PARIS GIBT AUSBLICK AUF ESPACE NACHFOLGER

INTERNATIONALE AUTOMOBIL-AUSSTELLUNG 2013
RENAULT STUDIE INITIALE PARIS GIBT AUSBLICK AUF ESPACE NACHFOLGER


Mit dem Concept Car Initiale Paris gibt Renault auf der 65. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt einen ersten Ausblick auf das Nachfolgemodell der Großraumlimousine Espace. Gleichzeitig schließt Renault damit die Serie von sechs aufsehenerregenden Fahrzeugstudien ab, die sich am Lebenszyklus des Menschen orientieren. Der Initiale Paris verkörpert die genussvolle Lebensphase der Weisheit und Gelassenheit des Alters. Dazu verbindet er modern interpretierte Crossover- und Van-Merkmale mit dem luxuriösen Komfort einer Oberklasse-Limousine. Renault zeigt den Initiale Paris in Frankfurt zusammen mit seinen Vorgängerstudien, die seit 2010 unter Leitung von Designchef Laurens van den Acker entstanden sind. Weitere Neuheiten auf dem Renault Stand sind die rundum aktualisierten Mégane und Mégane R.S. Modelle mit dem neuen Renault Markengesicht und optimierter Ausstattung. Darüber hinaus stellt Renault auf der IAA sein neues Formel 1-Antriebssystem „Energy F1-2014“ und den neuen Null-Emissionen-Monoposto Spark-Renault SRT_01E für die rein elektrische Rennserie Formel E vor.
Die Studie Initiale Paris weist auf wesentliche Designelemente des künftigen Espace hin und interpretiert die Renault Oberklasse in neuer, unkonventioneller Form. Mit ihren fließenden, kraftvollen Linien folgt sie der Designstrategie Laurens van den Ackers, die auf sinnlichen, organischen Formen basiert.

Individuelle Fahrzeugkonzepte für alle Lebensabschnitte
Die Designphilosophie von Renault rückt den Menschen in den Mittelpunkt und orientiert sich dabei an seinem Lebenszyklus. Sechs individuelle Konzeptfahrzeuge verkörpern die unterschiedlichen Lebensabschnitte mit ihren speziellen Mobilitätsanforderungen. Den Auftakt machte im Juli 2010 die zweisitzige Coupé-Studie DeZir. Sie verkörpert die Phase des Kennenlernens und Verliebens junger Menschen. Ihr folgte im März 2011 das Crossover-Konzept CAPTUR. Es weckt gezielt Assoziationen an eine Abenteuertour, bei der ein junges Paar die Welt entdeckt. Der ebenfalls im März 2011 präsentierte R-Space steht symbolisch für den darauf folgenden Lebensabschnitt der Familiengründung. Mit dem Elektro-Kombivan Frendzy verknüpfte Renault im Juli 2011 die Berufs- mit der Freizeitwelt. Der Twin’Z zielt auf Menschen, die in der Lebensmitte stehen und ihre Zeit aktiv und dynamisch gestalten.

Der Initiale Paris ist auf die Weisheit und Gelassenheit des Alters abgestimmt und die Fähigkeit, das Leben entspannt zu genießen. Entsprechend besticht er durch luxuriösen Komfort, großes Raumangebot und souveräne Motorisierung.

Inspiration aus Luftfahrt und Architektur
Mit 4,85 Metern ist das Concept Car etwa so lang wie der aktuelle Grand Espace. Beim Design der Studie ließ sich das Team um Laurens van den Acker aus Architektur und Luftfahrt inspirieren. Gleichzeitig vereinten sie drei Fahrzeugklassen in einem neuen Konzept.
  • Der markante Kühlergrill und die prägnante Schulterlinie sind nach dem Vorbild einer dynamischen Oberklasse-Limousine geformt.
  • Hinzu kommen kraftvoll modellierte Flanken und groß dimensionierte 22-Zoll-Räder wie bei einem Crossover.
  • An einen Van erinnern dagegen unter anderem die großen Fensterflächen.
  • Die hinteren Seitenfenster sind wie ein Flugzeugleitwerk geformt. Die integrierten, elektronisch gesteuerten Aerodynamikkappen verstärken den emotionalen Auftritt.


Rollende Hommage an Paris
Kühlergrill, Felgen, Seitenpartien und Einstiegsleisten des Initiale Paris sind mit einem Rautenmuster verziert, das an das Metallskelett berühmter Pariser Monumente wie Eiffelturm und Grand Palais erinnert. Als besonders originelle Hommage an Paris ist in das Aluminium-Plexiglasdach ein transparenter Plan der französischen Hauptstadt mit den Stadtvierteln, Hauptverkehrsadern und der Seine graviert.

Effektvoll ist auch die Karosserielackierung im Farbton „Amethyst“. Je nach Blickwinkel und Lichteinfall changiert sie wie der Samt einer Schmuckschatulle zwischen tiefem Schwarz-Metallic und dunklem Violett. Das „I“ aus dem Namen Initiale Paris ziert Felgen und Fahrzeugflanken.

Zum individuellen Erscheinungsbild der Studie trägt auch die markante Lichtsignatur bei. Sie wird geprägt von Tagfahrlichtern, die wie eine Klammer in die Hauptscheinwerfer integriert sind. Das Aufblitzen der Lichter erweckt dank eines speziellen Mechanismus die Assoziation mit einem Lidschlag. Die Außenspiegel sind durch Rückschaukameras ersetzt.

Luftiger Innenraum mit komfortablen Sitzen
Gegenläufig angeschlagene Türen und elektrisch absenkbare Trittstufen erleichtern den Einstieg in den futuristisch gestalteten Innenraum. Die komfortablen Sitze der ersten und zweiten Reihe, der profilierte Wählhebel sowie ein System von Leuchtstreifen, das sich durch das Interieur zieht, erinnern an einen exklusiven Privat-Jet. Zum edlen Charakter trägt auch der Kabinenboden mit einem Parkett aus mattem Holz und Aluminium bei.

Fahrer- und Beifahrersitz sowie die Einzelsitze in der zweiten Reihe sind am Mitteltunnel befestigt und scheinen ebenso wie die Mittelkonsole im Raum zu schweben. Besonders raffiniert: Die beiden Bildschirme in der Konsole verschmelzen optisch mit dem matten Holz der Oberfläche.

Variabel: Rückbank aus flexiblen Lamellen
Die durchgehende Sitzbank in der dritten Reihe ist aus flexiblen Lamellen gestaltet, die eine Vielzahl von Konfigurationen erlauben. Mit ihrer Hilfe lässt sich etwa die Rückenlehne ganz oder teilweise zusammenklappen oder eine Armlehne bilden. Mit dem innovativen und ästhetisch gelungenen System folgt der Initiale Paris ganz der Renault Markentradition wegweisender variabler Innenraumkonzepte.

Zum Wohlbefinden an Bord tragen auch die wechselnden Lichtstimmungen je nach Tageszeit bei. Nachts wird der Innenraum beispielsweise in sanftes, beruhigendes Licht getaucht. Außerdem aktivieren sich abhängig von der Geschwindigkeit und anderen Fahrparametern verschiedene Leuchtbänder oberhalb des Kombiinstruments.

Eigene Klangsignatur und Surround-Soundsystem von Bose®
Den individuellen und hochwertigen Charakter des Initiale Paris unterstreicht die spezielle Klangsignatur, die beim Starten des Fahrzeugs im Innenraum ertönt. Sie entstand in Zusammenarbeit von Renault und dem französischen Zentrum für Musik- und Akustikforschung IRCAM unter Leitung des Komponisten und Sounddesigners Andrea Cera.

Das Surround-Soundsystem von Bose® erzeugt mit 32 Lautsprechern, davon neun Bose® Bass-Reflexboxen, ein natürliches, dreidimensionales Klangerlebnis wie bei einem Livekonzert. Ein digitaler 12-Kanal-Verstärker stimmt die Wiedergabe ohne Zeitverzug oder qualitative Verluste auf die akustischen Besonderheiten des Innenraums ab. Die Bose Centerpoint® Signalverarbeitung erlaubt auch das Audiostreaming in Surround-Qualität, also die Wiedergabe von MP3-Audiodateien von einem Mobiltelefon, iPod® oder anderen externen Musikträgern.

Vier Lautsprecher in jeder Kopfstütze für perfekten Sound
Als besonderes Highlight sind in die Kopfstützen des Fahrer- und Beifahrersitzes sowie der beiden Einzelsitze der zweiten Reihe jeweils zwei Boxen mit je zwei Lautsprechern für exklusiven Personal® Surroundsound integriert. Der 360-Grad-Klang aus vier Lautsprechern pro Sitz vermittelt jedem Passagier ein individuelles Hörerlebnis, als säße er mitten im Geschehen. Hinzu kommen für eine hochpräzise Mittelton- und Basswiedergabe eigens für den Initiale Paris entwickelte Bass-Reflexboxen.

Kraftvoller dCi-Diesel mit Twin-Turbo-Technologie
Als Antrieb für den Initiale Paris dient der dCi-Dieselmotor auf Basis des ENERGY dCi 130. Der durchzugsstarke Downsizing-Vierzylinder bietet ein maximales Drehmoment von 400 Nm, wovon 90 Prozent bereits ab 1.500 1/min zur Verfügung stehen. Möglich wird dies durch die moderne Twin-Turbo-Technologie. Bei der zweistufigen Aufladung werden ein kleiner und ein großer Turbolader hintereinander-geschaltet. Fährt der Initiale Paris mit niedrigen Drehzahlen, verdichtet der kleine Lader die Ansaugluft. Bei höheren Drehzahlen tritt der größere Lader in Aktion.

Weitere Besonderheit des dCi-Aggregats sind neuartige Kolben aus Stahl anstelle von Aluminium. Vorteil: Stahlkolben dehnen sich bei hohen Temperaturen weniger aus, wodurch sich die Reibung mit den Zylinderlaufbuchsen verringert. Resultat ist ein geringerer Kraftstoffverbrauch. Zur Verringerung des Gewichts sind die Kolben wie in den Formel 1-Triebwerken von Renault Sport hohl ausgeführt.

Durch das innovative Motorenkonzept sinken der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu einem Dieselaggregat vergleichbarer Leistung um 25 Prozent und die CO2-Emissionen um 40 Prozent.

Die Kraftübertragung erfolgt über die 6-Gang-EDC-Doppelkupplungsautomatik, die ebenfalls nach Vorbild der Formel 1 per Elektroimpuls (Shift-by-Wire) angesteuert wird.

Premiere für Mégane mit neuem Markengesicht
Weltpremiere feiert in Frankfurt der rundum aktualisierte Mégane. Das erfolgreiche Kompaktmodell erhält das neue, unverwechselbare Renault Markengesicht mit dem prominent platzierten Rhombus vor der glänzend schwarzen Kühlermaske, die mit den Frontscheinwerfern eine harmonische Einheit bildet. Die elliptisch geschnittenen Scheinwerfer und die Tagfahrlichter sind ebenfalls neu gestaltet. Im neuen Look präsentieren sich außerdem die Frontschürze und die Lufteinlassgitter des Mégane.

Als weiteres Novum kombiniert Renault im Mégane erstmals das Benzinaggregat TCe 130 mit der 6-Gang-EDC-Doppelkupplungsautomatik. Um das Maximaldrehmoment des Vierzylinders früher und über ein breiteres Drehzahlband verfügbar zu machen, modifizierten die Renault Entwickler die Motorensteuerung und stimmten außerdem die Schaltpunkte des EDC-Getriebes neu ab.

Auch nach der Modellpflege bleiben die beliebten Sondermodelle Mégane Success und Mégane Bose® Edition weiter im Programm. Kennzeichen der Bose® Edition sind neben der Bose® Soundanlage die Frontschürze in Glanz-Schwarz, neue 17-Zoll-Räder und neue Sitzbezüge. Der Mégane 5-Türer erhält Seitenschutzleisten in Chrom, der Mégane Grandtour eine Chromeinfassung am unteren Fensterrand und eine chromverzierte Dachreling.

Ebenfalls neu: Für die sportliche Variante Mégane GT bietet Renault jetzt auch den Turbobenziner TCe 220 an. Der Vierzylinder mit 162 kW/220 PS Leistung ist bereits aus dem Mégane Grandtour GT 220 bekannt und verbindet dynamische Fahrleistungen mit zeitgemäß niedrigem Verbrauch. Dank der serienmäßigen Start & Stop-Automatik beträgt der kombinierte Verbrauch nur 7,3 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer, die CO2-Emissionen liegen bei 169 Gramm pro Kilometer. Das Maximal­drehmoment erreicht das 2,0-Liter-Aggregat bei 340 Nm.

Mégane R.S. mit neuer Optik und optimierter Ausstattung
Im Rahmen der Modellpflege bei der Mégane Familie erhält auch der Mégane R.S. das neue Markengesicht. Das Topmodell der Baureihe übernimmt von der limitierten Serie Mégane R.S. Red Bull Racing RB8 als Optionen die Recaro-Sportsitze mit Stoff-Leder-Bezug und dem gestickten Renault Sport Logo auf den Kopfstützen sowie das multifunktionale Mediasystem Renault R-Link mit Online-Anbindung. In das System integriert ist auf Wunsch der R.S. Monitor 2.0, der in Echtzeit alle relevanten Leistungsdaten anzeigt und speichert.

Die Daten lassen sich per USB-Stick zu Hause auf den Computer spielen. Wie im Motorsport kann der Fahrer dort mit der Software R.S. Replay die Fahrzeugposition auf der Rennstrecke nachvollziehen und für jeden Streckenabschnitt die Motordrehzahl, den Lenkwinkel, die Gaspedalstellung sowie andere Parameter abrufen. Außerdem lassen sich die Werte mehrerer Fahrer übereinanderlegen und vergleichen. Die Daten können auf der neuen Website www.renaultsport.com/RSReplay der Renault Sport Community zugänglich gemacht werden.

Energy F1-2014: hocheffizienter Antrieb für die Formel 1
Mit dem neuen Formel 1-Antriebssystem Energy F1-2014 untermauert Renault auf der IAA seine Position als führender Motorenhersteller in der Topliga des Motorsports. Im kommenden Jahr tritt ein neues Motorenreglement in Kraft, das den Einsatz von energieeffizienten 1,6-Liter-Aggregaten mit Turboaufladung und umfangreicher Energierückgewinnung vorschreibt.

Kernstück ist ein komplett neu entwickelter 1,6-Liter-V6-Turbomotor mit rund 440 kW/600 PS Leistung. Weitere 120 kW/160 PS werden von den Energierückge-winnungssystemen bereitgestellt. Während die Motor Generator Unit – Kinetic (MGU-K) die kinetische Energie, die beim Bremsen normalerweise in Form von Reibungswärme entsteht, in elektrische Energie umwandelt, transformiert die Motor Generator Unit – Heat (MGU-H) einen Großteil der Abwärme des Turboladers in elektrische Energie. Der so erzeugte Strom wird in Akkus gespeichert und kann situationsabhängig auf zwei Arten genutzt werden: Er wird an die MGU-K abgegeben, oder er wird – beispielsweise beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen – wieder zur MGU-H geleitet, die jetzt nicht mehr als Generator, sondern als Elektromotor arbeitet und die Turboladerwelle antreibt.

In der Gesamtsystemleistung ist die neue Antriebseinheit stärker als die aktuellen 2,4-Liter-V8-Saugmotoren, während gleichzeitig der Kraftstoffverbrauch um 35 Prozent sinkt.

Spark-Renault SRT_01E: Elektrorenner für die neue Formel E
Zusätzlich zur Formel 1 engagiert sich Renault ab 2014 in der neu gegründeten, rein elektrischen Rennserie Formel E. Der für die internationale Meisterschaft in Kooperation mit Renault Sport entwickelte Null-Emissionen-Monoposto Spark-Renault SRT_01E feiert in Frankfurt Weltpremiere.

In der Formel E gehen zehn Teams mit jeweils zwei Fahrern an den Start. Die Piloten fahren allesamt ein baugleiches Einheitsauto. Der Einsitzer ist das Produkt eines Konsortiums von fünf namhaften Unternehmen aus dem Motorsport. Das Chassis stammt von Dallara, während für Aerodynamik, Fahrwerk und die Montage des Monoposto Spark Racing Technology zuständig ist. Williams Advanced Engineering entwickelt und fertigt die Batterien, McLaren Electronic Systems den elektrischen Antriebsstrang und die elektronische Kontrolleinheit. Renault übernimmt Systemintegration sowie Leistungsoptimierung der elektrischen Antriebseinheit und stellt deren Betrieb sicher.

Der Spark-Renault SRT_01E entspricht den Sicherheitsstandards der Formel 1. Sein Elektromotor stellt im Qualifying-Modus 200 kW/270 PS zur Verfügung. Im Rennen ist die Leistung auf 133 kW/180 PS begrenzt, allerdings darf für Überholmanöver die volle Power abgerufen werden. Das Minimalgewicht inklusive Fahrer liegt bei 800 Kilogramm, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist in 3,0 Sekunden möglich. Da die Formel E ausschließlich auf Stadtkursen startet, ist die Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf 200 km/h begrenzt.

Die erste Formel E-Meisterschaft findet von September 2014 bis Juni 2015 statt. Die neue Rennserie geht ausschließlich in den Zentren internationaler Metropolen an den Start. In Europa sind dies London, Berlin und Rom, in Asien Peking, Bangkok sowie das malaysische Putrajaya, in Nordamerika Los Angeles und Miami und in Südamerika Rio de Janeiro und Buenos Aires.
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