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Die Renault Gruppe hat im ersten Halbjahr 2020 18,4 Milliarden Euro Umsatz erzielt, das sind 34,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (28,05 Milliarden Euro). Die weltweiten Verkäufe sanken um 34,9 Prozent auf 1,26 Millionen Einheiten. Unter Berücksichtigung eines geschätzten negativen Einflusses der Gesundheitskrise von etwa 1,8 Milliarden Euro verzeichnet das Unternehmen in den ersten sechs Monaten eine negative operative Marge in Höhe von -1,2 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis beläuft sich auf minus 7,386 Milliarden Euro, stark beeinflusst durch den negativen Beitrag des Partners Nissan (-4,817 Milliarden Euro). Der Free Cash Flow der Renault Gruppe in der Automobilsparte war negativ mit minus 6,375 Milliarden Euro. Die Liquiditätsreserven der Automobilsparte liegen bei 16,8 Milliarden Euro, das sind 6,5 Milliarden Euro mehr als per 31. März 2020.
Renault hat in Europa 300.000 Elektroautos seit dem Start seiner ersten E-Modelle vor knapp zehn Jahren verkauft. Im ersten Halbjahr 2020 war der französische Hersteller mit knapp 42.000 Einheiten die Nummer 1 der E-Auto-Anbieter auf dem europäischen Markt. In den nächsten Jahren setzt Renault die Elektro-Offensive weiter fort.
Im schwierigen Kontext der Covid-19-Pandemie hat die Renault Gruppe im ersten Halbjahr 2020 weltweit 1,26 Millionen Fahrzeuge verkauft (Januar bis Juni 2019: 1,93 Millionen Fahrzeuge; -34,9 Prozent). Stark zulegen konnte Renault bei Elektrofahrzeugen. Der elektrische Renault ZOE war im ersten Halbjahr das meistverkaufte Elektroauto in Europa, die ZOE Zulassungen stiegen um fast 50 Prozent auf 37.540 Einheiten. Zuversichtlich zeigt sich Renault mit Blick auf das Erreichen der CO2-Ziele im Jahr 2020 (CAFE-Ziele).
Am kommenden Mittwoch, 1. Juli 2020, tritt Luca de Meo sein neues Amt als Vorstandsvorsitzender der Renault S.A. und Präsident der Renault S.A.S. an. Der 52-jährige Italiener war zuletzt Vorstandsvorsitzender von Seat. Die aktuelle Interim-Vorstandsvorsitzende Clotilde Delbos wird zum gleichen Zeitpunkt die Position der Deputy Chief Executive Officer einnehmen.
Mit dem Sport Spider präsentierte Renault 1995 ein Modell, das selbst in der an Renn- und Sportwagen reichen Historie der Marke eine Sonderstellung einnimmt. Der radikale Mix aus Mittelmotorbauweise, lupenreinem Rennfahrwerk, Leichtbau und komplettem Verzicht auf Komfort jeder Art machten den ultraflachen Zweisitzer zum absoluten Kultfahrzeug.
Groupe Renault meldet den Abschluss einer Kreditvereinbarung mit einem Bankenpool über einen maximalen Gesamtbetrag von 5 Milliarden Euro. Der Kredit ist durch eine Garantie des französischen Staates abgesichert. Die Kreditlinie kann vollständig oder teilweise in Anspruch genommen werden und unterstützt den Liquiditätsbedarf des Unternehmens im Kontext einer außerordentlichen Krise.
Die Groupe Renault will in den kommenden drei Jahren ihre Fixkosten um mehr als zwei Milliarden Euro reduzieren, dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die langfristige Entwicklung im Rahmen der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi stärken. Der Plan zielt auf höhere Effizienz der Aktivitäten. Dazu sollen Abläufe vereinfacht, die Komponentenvielfalt der Fahrzeuge reduziert und die industriellen Kapazitäten angepasst werden. Die geplanten Maßnahmen werden in Abstimmung und im engen Dialog mit den Sozialpartnern und den lokalen Behörden umgesetzt.
Clotilde Delbos, CEO Groupe Renault, wird am Freitag, 29. Mai 2020, um 10.00 Uhr, den Plan der Gruppe zur Senkung der Fixkosten um 2 Milliarden Euro über drei Jahre vorstellen.
In einem stark von den Folgen der Covid-19-Pandemie beeinflussten globalen Marktumfeld hat die Renault Gruppe im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von 10,125 Milliarden Euro erzielt (-19,2 Prozent bei konstanten Wechselkursen). Die weltweiten Zulassungen der Renault Gruppe (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) sanken im gleichen Zeitraum um 25,9 Prozent auf 672.962 verkaufte Fahrzeuge. Der Gesamtmarkt ging um 24,6 Prozent zurück. Am 9. April 2020 hatte der Renault Verwaltungsrat entschieden, der am 19. Juni stattfindenden Hauptversammlung vorzuschlagen, den Aktionären für 2019 keine Dividende zu zahlen. Vor dem Hintergrund der unsicheren Coronavirus-Situation sieht sich der Konzern derzeit nicht in der Lage, eine verlässliche Prognose für die Ergebnisse der Renault Gruppe im Jahr 2020 zu geben.
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