Renault Sport Formel 1 Team ohne Glück in Hockenheim

Formel 1 Grand Prix von Deutschland
Das Renault Sport Formel 1 Team hat einen schwierigen Grand Prix von Deutschland erlebt. Kevin Magnussen konnte sich zu Beginn des Rennens zunächst nach vorne kämpfen, bis sich die Dreistoppstrategie seiner Kontrahenten als überlegen herausstellte. Der Däne erreichte Platz 16. Sein Teamkollege Jolyon Palmer nahm das Rennen von Rang 14 auf und erwischte einen guten Start, musste aber bereits nach der ersten Runde die Reifen wechseln lassen. Der Brite landete auf Rang 19.
Magnussen war als 16. auf einem neuen Satz der superweichen Slicks gestartet, die er auch bei seinem ersten Boxenstopp in Runde elf aufziehen ließ. In Runde 32 wechselte er auf die mittelweichen Reifen von Pirelli.

Palmer nahm das Rennen ebenfalls auf einem neuen Satz der superweichen Pneus auf. Nach der ersten Runde erhielt er neue mittelweiche Slicks, in den Runden 25 und 45 folgten jeweils bereits gebrauchte Reifen der superweichen, rot markierten Mischung.

KEVIN MAGNUSSEN (#20), RENAULT R.S.16-01. STARTPLATZ: 16. ENDPLATZIERUNG: 16.

„Wir haben uns vor dem Start auf eine Zweistoppstrategie festgelegt, denn alle Daten deuteten darauf hin, dass sie die beste Lösung ist. Im Rennen mussten wir lernen, dass sich dreifaches Reifenwechseln für unsere Kontrahenten besser auszahlte. Diese Lektion haben wir jetzt gelernt. Auf den mittelweichen Slicks waren wir zu langsam, die superweichen nutzten sich zu schnell ab.“

JOLYON PALMER (#30), RENAULT R.S.16-04. STARTPLATZ: 14. ENDPLATZIERUNG: 19.

„Nach einem guten Start war ich meines Erachtens schon Zehnter, beim Anbremsen von Kurve zwei blockierten aber die Vorderreifen massiv. Dabei haben sich Bremsplatten in die Lauffläche geschliffen und so starke Vibrationen erzeugt, dass ich fast nichts mehr sehen konnte. Beim Versuch, einen der McLaren hinter mir zu halten, habe ich in der Spitzkehre einen Williams touchiert und mir dabei den Frontflügel demoliert. Er wurde beim zweiten Boxenstopp getauscht. Danach konnte ich nicht mehr viel ausrichten.“

FRED VASSEUR (RENNDIREKTOR RENAULT SPORT FORMEL 1):

„Auch wenn wir heute nicht das gewünschte Ergebnis erzielt haben, so können wir doch auch Positives aus diesem Wochenende mitnehmen. Wir haben im Qualifying mit Jolyon Palmer das zweite Drittel erreicht und konnten im Rennen auf Augenhöhe mit den Haas und Toro Rosso kämpfen – das war in vorherigen Rennen noch nicht so. Unsere Fahrer haben heute hart gearbeitet. Nach einem starken Start ruinierte sich Jolyon aber seinen ersten Reifensatz beim Anbremsen, danach konnte er seine Performance aus dem Qualifying nicht mehr abrufen. Die Zweistoppstrategie von Kevin Magnussen hat sich nicht ausgezahlt, gerade im letzten Renndrittel waren unsere Gegner stärker unterwegs als erwartet.“
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