GP von Brasilien - Das Rennen

25. Oktober 2004
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Mit einer fahrerischen Meisterleistung sicherte sich Renault F1-Pilot Fernando Alonso beim Großen Preis von Brasilien den vierten Rang. Jacques Villeneuve erreichte das Ziel als Zehnter.

Das Mild Seven Renault F1-Team beendete das Saisonfinale in Sao Paulo mit einem von Fernando Alonso glanzvoll herausgefahrenen vierten Platz, während Jacques Villeneuve den zehnten Rang erreichte. Der Grand Prix entpuppte sich als faszinierendes Spektakel: Einsetzender Regen kurz vor Beginn des Rennens sorgte für spannende Manöver. Im Gegensatz zur großen Mehrzahl seiner Konkurrenten entschied sich das Renault F1-Team trotz der feuchten Streckenbedingungen, mit Vierrillen-Trockenslicks zu starten. Anfänglich büßten Alonso und Villeneuve einige Platzierungen ein.
Da seine Konkurrenten jedoch der Reihe nach auf Trockenpneus wechseln mussten, konnte der Spanier schon in Runde sieben die Führung übernehmen. Sein kanadischer Teamkollege rückte bis auf die siebte Position vor. Beide Fahrer verfolgten ihre von vornherein geplante Zweistopp-Strategie. Da Alonso zu Beginn seines zweiten Turns unter heftigem Körnen der Vorderreifen litt, verzichtete das Renault F1-Team bei seinem abschließenden Boxenhalt auf den Tausch der vorderen Pneus. Obwohl Fernando dadurch im Schlussabschnitt des Rennens immer mehr Grip einbüßte, konnte er seine heftig attackierenden Hintermänner über 20 Runden auf Distanz halten. Jacques Villeneuve zeigte während des gesamten Rennens eine stark aufstrebende Formkurve und gefiel speziell kurz Ende des Grand Prix mit überaus konkurrenzfähigen Zeiten. Das Mild Seven Renault F1-Team beendete die Saison 2004 auf dem dritten Rang der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Fernando Alonso rückte in der Fahrerwertung noch auf den vierten Platz vor.

Fernando Alonso (Platz 4):
„Die Entscheidung, das Rennen mit Trockenpneus in Angriff zu nehmen, war ziemlich riskant: Das Auto ließ sich nur mühsam beherrschen. Schon in der Aufwärmrunde rutschte ich einmal kurz von der Strecke, das gleiche passierte mir noch einmal nach dem Start. Doch die Bedingungen verbesserten sich kontinuierlich, und schon bald konnte ich die Führung übernehmen. Nach meinem ersten Boxenstopp war ich jedoch nicht mehr in der Lage, meine Chancen auf einen Podestplatz aufrecht zu erhalten. Mein Wagen untersteuerte aufgrund körnender Vorderreifen zunächst sehr. Darum trafen wir erneut eine mutige Entscheidung und tauschten diese Pneus beim zweiten Boxenhalt nicht. Dadurch ließ zwar der Grip immer mehr nach, doch ich konnte zu 100 Prozent attackieren – genug, um alle Autos hinter mir zu halten. Nur aus diesem Grunde habe ich es noch geschafft, auf den vierten Rang in der Fahrer-Wertung vorzurücken. Dies hatte ich mir heute zum Ziel gesetzt. Ich bin glücklich, dass es geklappt hat.“

Jacques Villeneuve (Platz 10):
„Ich denke, mein Schnelligkeit im Rennen war gut. Ich lag zu Beginn des Rennens gleich hinter Fernando Alonso. Angesichts der schwierigen Konditionen wollte ich jedoch das Risiko, ihn zu überholen, nicht eingehen. Auf nasser Straße büßte ich viel Zeit ein, doch als der Asphalt abtrocknete, waren wir ziemlich flott unterwegs – speziell in meinem zweiten und dritten Turn. Mein Ziel, WM-Punkte für das Renault F1-Team einzufahren, habe ich erneut verpasst. Doch meine Performance wurde von Rennen zu Rennen immer besser. Auch wenn es mir nicht leicht fiel, mich in so kurzer Zeit an das Auto zu gewöhnen, so möchte ich Renault dennoch für diese Gelegenheit danken, die letzten drei Rennen für diesen Rennstall bestreiten zu dürfen.“

Flavio Briatore (Geschäftsführender Direktor des Mild Seven Renault F1-Teams):
„Ich bin mit diesem Resultat zufrieden. Fernando Alonsos vierter Rang hat unsere dritte Position in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft noch einmal nachhaltig unterstrichen und ihm selbst Platz vier in der Fahrer-Wertung eingebracht. Jacques Villeneuve lieferte eine solide Performance ab, seine Resultate spiegelten seine wahre Leistungsfähigkeit nur unzureichend wider. Zu unserer Freude konnten wir unsere Zielsetzung, diese Saison unter den drei besten Rennställen zu beenden, erfüllen. Der unglaubliche Kampfgeist, den Alonso heute unter Beweis gestellt hat, steht stellvertretend für das enorme Engagement, mit dem das gesamte Team sich vom ersten bis zum letzten Rennen unaufhörlich eingebracht hat.“

Pat Symonds (Technischer Direktor):
„Ich empfinde es als wahre Freude, mit einem so faszinierenden Rennen diese Saison ausklingen zu lassen. Die Reifenentscheidung zu Beginn des Grand Prix war extrem schwierig, denn die Bedingungen auf der regennassen Strecke entpuppten sich als ziemlich rutschig. Doch wir haben die richtige Wahl getroffen, das war ein Segen. Fernando Alonsos kurzer Ausflug während der Aufwärmrunde konnte ihn nur kurz aufhalten, nur wenig später übernahm er dank einer bewundernswerten Fahrt bereits die Führung. Nach seinem ersten Boxenstopp bremsten ihn Probleme mit körnenden Vorderreifen ein. Aus diesem Grund verzichten wir beim zweiten Tankhalt darauf, die Vorderpneus zu wechseln. Dass er aus diesem Grund gegen Rennende Grip einbüßen würde, ließ sich nicht vermeiden. Doch die Art und Weise, wie er seinen vierten Platz gegen seine heftig attackierenden Konkurenten verteidigte, war nichts weniger als eine Meisterleistung. Jacques Villeneuve gewann von Runde zu Runde an Tempo hinzu. Zum Schluss fuhr er enorm schnell. Es war für uns ein großes Vergnügen, mit ihm arbeiten zu dürfen. Wir wünschen ihm für die kommende Saison als Pilot des Sauber-Teams alles Gute.“

Wien, 25. Obtober 2004

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