F 1 im Fokus: Mit großer Motivation zum letzten Saisonrennen

19. Oktober 2004
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Im Autodromo José Carlos Pace geht mit dem Großen Preis von Brasilien am 24. Oktober die Formel-1-Saison 2004 zu Ende. Das Team Renault F1 hat sich für den Showdown vor den Toren der Millionenmetropole Sao Paulo viel vorgenommen. „Wir können sicher zuversichtlicher nach Brasilien reisen als zu manch anderen Strecken in der zweiten Saisonhälfte”, sagt Bob Bell, Technischer Direktor von Renault F1. Auf dem 4,309 Kilometer langen Kurs von Interlagos gibt es viele langsame Kurven und Passagen, in denen gute Traktion gefragt ist, „und wir wissen um die Stärken des Renault R24 in diesem Bereich. Wir erwarten eine starke Leistung – und damit meinen wir einen Platz auf dem Podest.”
Dabei setzt die Equipe Jaune vor allem auf Fernando Alonso, der in dieser Saison immer wieder außergewöhnliche Rennen gefahren ist und mit zahlreichen Top-Platzierungen großen Anteil daran hat, dass sich Renault unter den Top Drei der Konstrukteursweltmeisterschaft befindet.

Das Team:
Mit einer starken Teamleistung schaffte Renault F1 in dieser Saison den Aufstieg in die Beletage der Formel 1. Fünf Podestplätze und der grandiose Sieg beim Großen Preis von Monaco als Höhepunkt – mit dieser Bilanz zog die Equipe Jaune in der Konstrukteurswelt-meisterschaft an Spitzenteams wie Williams-BMW und McLaren-Mercedes vorbei. Bis zum Großen Preis von Italien, dem viertletzten Rennen der Saison, belegte Renault F1 sogar den zweiten Tabellenplatz hinter Ferrari. „Es war in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Jahr für unser Team, aber auch ein erfolgreiches”, sagt Bob Bell. „Wir haben vieles gelernt, was uns in Zukunft weiter nach vorne bringen wird.” Schon für diese Saison hatte Renault F1 ein schnelleres Auto und einen besseren Motor gebaut, als so manche Experten erwartet hatten, und für 2005 sind weitere Fortschritte fest eingeplant. „Wir sind ziemlich zuversichtlich”, so der Technikchef von Renault F1, „dass wir in die richtige Richtung arbeiten. Der Renault für die neue Saison wird ein in vielen Bereichen optimiertes Auto sein.”

Die Technik:
In den ersten fünf Saisonrennen jeweils mit beiden Autos in den Punkterängen – so erfolgreich startete außer Renault nur noch Ferrari ins Jahr 2004. In den Renault F1-Stützpunkten in Viry-Chatillon und Enstone wurde trotzdem mit Hochdruck an weiteren Verbesserungen gearbeitet. „Wir haben die Entwicklung des R24 pausenlos vorangetrieben”, sagt Bob Bell. Die Leistung des völlig neu konzipierten RS24-Motors wurde im Verlauf der Saison weiter gesteigert, das Handling des Autos von Rennen zu Rennen verbessert. Für das Saisonfinale in Brasilien haben die Ingenieure jetzt noch einen Joker aus dem Ärmel gezogen. Bob Bell: „Wir werden modifizierte Radaufhängungen verwenden, die bei Tests einen spürbaren Fortschritt darstellten.”

Die Fahrer:
Trotz Taifunwarnung und heftiger Regenschauer hat Fernando Alonso beim Großen Preis von Japan das Beste aus seinen Möglichkeiten gemacht. „Vom elften Startplatz aus blieb mir nur übrig, voll zu attackieren”, sagte er. „Aber wenn du von so weit hinten losfährst, findest du in den ersten Runden niemals eine freie Strecke vor.” Erst kurz vor seinem ersten Boxenstopp konnte er das volle Potenzial seines Renault R24 abrufen, doch da hatte er bereits zu viel Zeit auf die Spitze verloren, und „der Zug in Richtung Podestplätze war schon abgefahren”. Der Spanier kam als Fünfter ins Ziel und erntete durchweg Lob für seine starke Leistung. „Er ist ein beherztes Rennen gefahren”, meinte Pat Symonds, Leiter der Fahrzeugentwicklung bei Renault F1. Flavio Briatore, Teamchef Renault F1, sagte: „Ich schätze, dass Fernando heute das Maximum herausgeholt hat.” Jacques Villeneuve belegte in seinem zweiten Rennen für Renault F1 den zehnten Platz.

Die WM:
Die letzte Entscheidung in der Formel-1-Saison 2004 fällt erst im Finale. Der zweite Platz in der Konstrukteursweltmeisterschaft hinter Ferrari ist vor dem Großen Preis von Brasilien immer noch vakant, und mit BAR-Honda und Renault F1 erheben zwei Teams berechtigte Ansprüche auf die Kronprinzenrolle. Vor dem final countdown liegt die Equipe Jaune allerdings 16 Punkte hinter ihrem großen Rivalen – ein Rückstand, der nur schwer aufzuholen sein wird, wie auch Flavio Briatore einräumen muss: „Es fällt schwer, jetzt noch an den zweiten Platz zu glauben.” Aber auch als Dritter hätte Renault F1 sein Saisonziel erreicht und weitaus besser abgeschnitten, als viele Experten vorhergesagt hatten. Immerhin konnte die Equipe Jaune die Titelkandidaten Williams-BMW bisher schon um 26 Punkte und McLaren-Mercedes gar um 39 Punkte hinter sich lassen. In der Fahrerwertung ist Fernando Alonso Vierter. Den zweiten Platz für sein Team hat er ebenso wenig bereits abgeschrieben wie Flavio Briatore, der versichert: „So lange wir eine theoretische Chance haben, werden wir voll motiviert weiterkämpfen und in Brasilien noch einmal alles versuchen.”

Wien, am 19. Oktober 2004

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