F1 im Fokus: „In China schlagen wir zurück“

22. September 2004
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Spannende Premiere der Formel 1 im Reich der Mitte: Mit dem Großen Preis von China am 26. September verschwindet einer der letzten weißen Flecken auf der Grand-Prix-Weltkarte. Für Renault F1 steht auf dem 5,368 Kilometer langen Shanghai International Circuit, der auf 40.000 Betonpfählen in ein Sumpfgebiet vor den Toren der aufstrebenden Wirtschaftsmetropole gebaut wurde, viel auf dem Spiel. Nach den Großen Preisen von Belgien und Italien, will die Equipe Jaune auf dem neuen Kurs den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zurückerobern, den sie in Monza erstmals in dieser Saison an BAR-Honda abgeben musste.
Das Team verpflichtete für die drei letzten Saisonrennen Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve. Für Fernando Alonso ist der zweite WM-Platz für Renault F1 nach wie vor ein realistisches Ziel. „Ich denke, dass wir es schaffen können“, meinte der Spanier. „Wir sind ein starkes Team und haben ein sehr gutes Auto.“

Das Team:
Genau so hatte sich Jacques Villeneuve seine Rückkehr in die Formel 1 vorgestellt. „Ich wurde fantastisch aufgenommen, alle kamen offen und positiv auf mich zu. Und das ganze Team hat hart gearbeitet, um das Lenkrad und andere Details meinen Wünschen anzupassen“, freute sich der Kanadier, der 1997 mit Renault Power Weltmeister wurde. Seine Ziele? „Die Priorität liegt darauf, Renault zu helfen. Das wird nicht einfach werden, aber manchmal musst du eben Risiken eingehen. Wenn du dich zu einer Sache bekannt hast, gibt es keinen anderen Weg, als alles für den Erfolg zu tun.“

Die Technik:
Mit Testfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs in Silverstone bereitete sich Renault F1 auf den Großen Preis von China vor. Während Fernando Alonso und Franck Montagny an der Reifenentwicklung für die drei letzten Saisonrennen arbeiteten, ging es für Jacques Villeneuve vor allem darum, nach gut einem Jahr Formel-1-Pause den Renault R24 kennen zu lernen und ein seinem Fahrstil angepasstes Set-up zu entwickeln. „Ein hervorragendes Rennauto“, schwärmte er. „Der R24 ist nicht einfach zu fahren, aber definitiv schnell. Wenn du erst einmal seine Charakteristika verstanden hast, kannst du gut attackieren und ans Limit gehen.“

Die Fahrer:
Nach seinem dritten Platz beim Großen Preis von Ungarn ging Fernando Alonso in Belgien und Italien leer aus. Besonders geärgert hat er sich über seinen Ausfall in Monza, wo er schon einen Podestplatz im Visier hatte, bevor er sich von der Piste drehte. „Ich fuhr sehr aggressiv, bewegte mich vom Start weg das gesamte Rennen über am Limit und griff an“, erzählte der Spanier. „Dann unterlief mir dieser Fehler, und ich zahlte den Preis dafür.“ Mit der Leistungsfähigkeit seines Renault R24 auf dem Hochgeschwindig-keitskurs war er sehr zufrieden, und das macht ihn zuversichtlich für die restlichen Rennen dieser Saison: „Die Kurse, die jetzt noch kommen, sollten uns noch besser liegen.“ Da der Shanghai International Circuit für alle Fahrer Neuland ist, sieht sich Rückkehrer Jacques Villeneuve gegenüber seinen Konkurrenten zumindest nicht im Nachteil, gibt aber zu bedenken: „Ein Fahrer, der viel Erfahrung mit Auto und Reifen besitzt, kann sich voll darauf konzentrieren, die Strecke zu lernen.“ Trotzdem: „Ich sehe die Dinge immer positiv.“

Die WM:
Erstmals seit dem Großen Preis von Bahrain startet Renault F1 in dieser Saison nicht als Zweiter der Konstrukteurswertung zu einem Grand Prix. Eine ungewohnte Rolle, aber auch eine ganz neue Motivation. „In China“, kündigte Fernando Alonso an, „schlagen wir zurück.“ Im Kampf um den begehrten Ehrenplatz hinter dem alten und neuen Champion Ferrari hat die Equipe Jaune noch alle Chancen, schließlich liegt sie nach 15 von 18 Saisonrennen nur drei Punkte hinter BAR-Honda. Vom Rest der Konkurrenz droht keine Gefahr, denn von Williams-BMW hat sich Renault F1 bereits um 31 Punkte abgesetzt, der Vorsprung vor McLaren-Mercedes beträgt 39 Zähler. In der Fahrerwertung ist Fernando Alonso weiterhin Fünfter, aber selbst der dritte Platz ist durchaus noch in Reichweite. Vor dem Großen Preis von China stehen die Zeichen für den Spanier voll auf Angriff. „Die Zuverlässigkeitsprobleme von Ungarn und

Belgien haben wir abgestellt, außerdem setzen wir in den restlichen Rennen noch neue Entwicklungen ein, die unsere Leistung weiter verbessern werden“, gibt er sich zuversichtlich. „Wir sind ein Team mit großer Erfahrung und lieben es zu kämpfen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir den Zweikampf mit BAR für uns entscheiden können.“

Wien, am 22. September 2004

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