RENAULT GROUP LEGT FINANZERGEBNISSE FÜR DAS ERSTE HALBJAHR DES GESCHÄFTSJAHRES 2026 VOR
„Unsere soliden Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen, dass ‚futuREady‘ mehr als ein Strategieplan ist – er entwickelt sich zu einer völlig neuen Arbeitsweise der Renault Group“, sagte François Provost, CEO der Renault Group.
„Als wachstumsorientierter Plan liefert er bereits erste spürbare Ergebnisse, was sich insbesondere im Umsatzwachstum um 10 Prozent zeigt, das auf die starke produktbezogene Dynamik durch ‚futuREady‘ zurückzuführen ist. Im ersten Halbjahr feierten in Europa der Clio und der Twingo E-Tech elektrisch ihren Marktstart, außerhalb Europas waren es der Boreal und der Duster. Alle Modelle verfügen über elektrifizierte Antriebe. Dieser Trend wird sich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, allen voran durch die Einführung des Renault Megane E-Tech elektrisch, der Dacia Modelle Striker, Sandero HEV und Spring sowie des Renault Niagara außerhalb Europas. Zudem wird noch vor Jahresende die Produktion des ersten softwaredefinierten Fahrzeugs anlaufen, des Trafic E-Tech elektrisch.
‚futuREady‘ erstreckt sich auf sämtliche Bereiche unseres Konzerns, so dass wir aus einer Erfolgsgeschichte ein Erfolgssystem machen: Die Umstrukturierung unserer Entwicklungsabteilung ist in vollem Gange, wodurch wir künftig schnellere Entscheidungen treffen können und die Entwicklungszeit von zwei Jahren für neue Modelle zum neuen Standard wird.
Dank einer disziplinierten Umsetzung haben wir unsere kostenseitigen Ziele im ersten Halbjahr erreicht. Auch unter den aktuell herausfordernden Bedingungen erzielen wir aufgrund unserer starken Grundlagen solide Profitabilität und Cashflow und gleichzeitig in zukünftiges Wachstum investieren.
Die Renault Group profitiert von ihrem bewährten Geschäftsmodell, das sowohl auf dem Erfolg des Bereiches Automotive als auch auf ihrer Tier-1-Finanztochter Mobilize Financial Services (MFS) basiert. MFS bietet uns einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, der uns in der Branche von anderen abhebt. Die Qualität unserer Ergebnisse im ersten Halbjahr – einschließlich der Dynamik unseres Produktplans und der weiteren Umsetzung von ‚futuREady‘ – stimmt uns zuversichtlich, unsere Prognose für das Gesamtjahr zu bestätigen.“
Die Renault Group erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 30,252 Milliarden Euro, ein Anstieg von 9,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Bei konstanten Wechselkursen1 betrug der Anstieg 10,3 Prozent.
Der Umsatz im Bereich Automotive belief sich auf 26,806 Milliarden Euro, was einem Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht. Darin enthalten ist ein Anteil von 0,9 Prozentpunkten an negativen Wechselkurseffekten (-211 Millionen Euro), die hauptsächlich auf die Abwertung der türkischen Lira, des britischen Pfunds und des argentinischen Peso zurückzuführen sind. Bei konstanten Wechselkursen1 betrug der Anstieg 10,2 Prozent. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf folgende Faktoren zurückzuführen:
Die Renault Group erzielte eine operative Marge von 1,567 Milliarden Euro, was 5,2 Prozent des Umsatzes entspricht.
Die operative Marge im Bereich Automotive lag bei 3,0 Prozent des Automotive-Umsatzes bzw. bei 814 Millionen Euro, verglichen mit 985 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf folgende Faktoren zurückzuführen:
Der Beitrag von Mobilize Financial Services (Absatzfinanzierung) zur operativen Marge des Konzerns belief sich auf 753 Millionen Euro und lag damit 85 Millionen Euro über dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Dies ist vor allem auf das anhaltend starke Wachstum im Bereich der Kundenfinanzierung sowie auf die positive Entwicklung der Marge pro Finanzierungsvertrag zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beliefen sich auf -441 Millionen Euro, darunter Restrukturierungskosten in Höhe von -313 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2025 beliefen sich die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen auf -10,1 Milliarden Euro und umfassten -9,3 Milliarden Euro an nicht zahlungswirksamen Verlusten im Zusammenhang mit der geänderten Bilanzierung der Beteiligung der Renault Group an Nissan zum 30. Juni 2025.
Nach Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen belief sich das Betriebsergebnis der Renault Group auf 1.126 Millionen Euro gegenüber -8.404 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025.
Die Nettofinanzerträge und -aufwendungen beliefen sich auf 126 Millionen Euro gegenüber -93 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Diese Veränderung ist größtenteils auf die negativen Auswirkungen der Hyperinflation in Argentinien zurückzuführen, die sich auf nicht zahlungswirksame Posten auswirkten.
Der Beitrag der assoziierten Unternehmen belief sich auf 0 Millionen Euro gegenüber -2.322 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Darin enthalten war ein negativer Ergebnisbeitrag von Nissan in Höhe von -2,331 Milliarden Euro. Seit der Änderung der Bilanzierungsmethode zum 30. Juni 2025 werden Wertveränderungen der Nissan-Beteiligung direkt im Eigenkapital erfasst und haben keinen Einfluss mehr auf das Konzernergebnis der Renault Group.
Die laufenden und latenten Steuern beliefen sich auf -279 Millionen Euro gegenüber -324 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Der effektive Steuersatz lag bei 28 Prozent.
Der Nettogewinn der Renault Group (Konzernanteil) belief sich im ersten Halbjahr 2026 somit auf 721 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre der Renault Group entfallende Nettogewinn lag bei 705 Millionen Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 2,39 Euro entspricht.
Der Cashflow im Bereich Automotive erreichte im ersten Halbjahr 2026 2,239 Milliarden Euro. Darin enthalten war eine Dividende in Höhe von 250 Millionen Euro von Mobilize Financial Services (gegenüber 150 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025).
Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen von Veräußerungen von Vermögenswerten und unter Einbeziehung von Lieferanten-Einstiegszahlungen in Höhe von 167 Millionen Euro beliefen sich die Netto-Investitionsausgaben und die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung des Konzerns auf 1,610 Milliarden Euro. Dies entspricht 5,3 Prozent des Umsatzes, verglichen mit 1,963 Milliarden Euro bzw.7,1 Prozent des Umsatzes im ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung der Quote ist hauptsächlich auf Anzahlungen von Partnern in Höhe von ca. 300 Millionen Euro sowie auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. Die Veräußerungen von Vermögenswerten beliefen sich auf 47 Millionen Euro, verglichen mit 42 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Einschließlich der Veräußerungen von Vermögenswerten beliefen sich die Netto-Investitionsausgaben und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung des Konzerns auf 5,2 Prozent des Umsatzes.
Der freie Cashflow im Bereich Automotive** belief sich auf 653 Millionen Euro. Darin enthalten waren -200 Millionen Euro an Restrukturierungskosten und eine negative Veränderung des Betriebskapitalbedarfs (WCR) in Höhe von -226 Millionen Euro. Letzteres umfasste die bereits erwähnten Anzahlungen von Partnern in Höhe von ca. 300 Millionen Euro.
Die Netto-Cash-Position im Bereich Automotive belief sich zum 30. Juni 2026 auf 6,57 Milliarden Euro, verglichen mit 7,335 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2025. Diese Entwicklung ist auf den freien Cashflow zurückzuführen und umfasst -655 Millionen Euro an Dividendenzahlungen an die Aktionäre sowie -605 Millionen Euro an Nettofinanzinvestitionen. Letzteres ist größtenteils auf die Auswirkungen der Vollkonsolidierung von Flexis (Erwerb der Anteile und Darlehen) zurückzuführen.
Die Automotive-Liquiditätsreserve lag Ende Juni 2026 mit 17,7 Milliarden Euro auf einem hohen Niveau.
Finanzprognose für 2026
In einem schwierigen Umfeld bekräftigt die Renault Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026:
Die ungekürzte Originalpressemitteilung (engl.) zu den Konzern-Finanzergebnissen einschließlich weiterer Informationen und Tabellen finden Sie auf https://www.renaultgroup.com/en/ und auf https://en.media.renaultgroup.com/.
Link zur Live-Übertragung der Pressekonferenz am 30. Juli 2026 ab 8:00 Uhr MESZ. Eine Aufzeichnung ist ebenfalls verfügbar: LINK
* Um die Veränderungen des konsolidierten Umsatzes zu konstanten Wechselkursen zu analysieren, berechnet die Renault Group den Umsatz für den aktuellen Zeitraum neu, indem sie die durchschnittlichen Wechselkurse des vorangegangenen Zeitraums anwendet.
** Ausführliche Definition des Begriffs „Freier Cashflow im Bereich Automotive“ siehe Seite 7.
*** Auswertung Europäischer Automobilherstellerverband (ACEA)
**** Einschließlich batterieelektrischer Fahrzeuge (EV), Hybrid- (HEV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV), ausgenommen Mild-Hybrid-Fahrzeuge (MHEV).
***** Einschließlich Hybrid- (HEV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV), ausgenommen Mild-Hybrid-Fahrzeuge (MHEV).
****** Die Daten für das Geschäftsjahr 2025 wurden infolge der Verlagerung von Aktivitäten aus dem Geschäftsbereich „Mobility Services“ in den Geschäftsbereich „Automotive“ angepasst.
„Als wachstumsorientierter Plan liefert er bereits erste spürbare Ergebnisse, was sich insbesondere im Umsatzwachstum um 10 Prozent zeigt, das auf die starke produktbezogene Dynamik durch ‚futuREady‘ zurückzuführen ist. Im ersten Halbjahr feierten in Europa der Clio und der Twingo E-Tech elektrisch ihren Marktstart, außerhalb Europas waren es der Boreal und der Duster. Alle Modelle verfügen über elektrifizierte Antriebe. Dieser Trend wird sich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, allen voran durch die Einführung des Renault Megane E-Tech elektrisch, der Dacia Modelle Striker, Sandero HEV und Spring sowie des Renault Niagara außerhalb Europas. Zudem wird noch vor Jahresende die Produktion des ersten softwaredefinierten Fahrzeugs anlaufen, des Trafic E-Tech elektrisch.
‚futuREady‘ erstreckt sich auf sämtliche Bereiche unseres Konzerns, so dass wir aus einer Erfolgsgeschichte ein Erfolgssystem machen: Die Umstrukturierung unserer Entwicklungsabteilung ist in vollem Gange, wodurch wir künftig schnellere Entscheidungen treffen können und die Entwicklungszeit von zwei Jahren für neue Modelle zum neuen Standard wird.
Dank einer disziplinierten Umsetzung haben wir unsere kostenseitigen Ziele im ersten Halbjahr erreicht. Auch unter den aktuell herausfordernden Bedingungen erzielen wir aufgrund unserer starken Grundlagen solide Profitabilität und Cashflow und gleichzeitig in zukünftiges Wachstum investieren.
Die Renault Group profitiert von ihrem bewährten Geschäftsmodell, das sowohl auf dem Erfolg des Bereiches Automotive als auch auf ihrer Tier-1-Finanztochter Mobilize Financial Services (MFS) basiert. MFS bietet uns einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, der uns in der Branche von anderen abhebt. Die Qualität unserer Ergebnisse im ersten Halbjahr – einschließlich der Dynamik unseres Produktplans und der weiteren Umsetzung von ‚futuREady‘ – stimmt uns zuversichtlich, unsere Prognose für das Gesamtjahr zu bestätigen.“
Die Renault Group erzielte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 30,252 Milliarden Euro, ein Anstieg von 9,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Bei konstanten Wechselkursen1 betrug der Anstieg 10,3 Prozent.
Der Umsatz im Bereich Automotive belief sich auf 26,806 Milliarden Euro, was einem Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht. Darin enthalten ist ein Anteil von 0,9 Prozentpunkten an negativen Wechselkurseffekten (-211 Millionen Euro), die hauptsächlich auf die Abwertung der türkischen Lira, des britischen Pfunds und des argentinischen Peso zurückzuführen sind. Bei konstanten Wechselkursen1 betrug der Anstieg 10,2 Prozent. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf folgende Faktoren zurückzuführen:
- ein leicht positiver Volumeneffekt von +0,2 Prozentpunkten. Der Rückgang der Zulassungen um 0,4 Prozent wurde durch einen geringeren Abbau der Lagerbestände im Händlernetz im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 ausgeglichen. Zum 30. Juni 2026 beliefen sich die Gesamtbestände auf 546.000 Fahrzeuge, davon 430.000 Fahrzeuge bei unabhängigen Händlern und 116.000 auf Konzernebene. Dieser Lagerbestand wird es dem Konzern ermöglichen, das traditionell stärkere zweite Halbjahr hinsichtlich der Zulassungszahlen reibungslos zu bewältigen. Die Renault Group rechnet damit, dass die Gesamtbestände zum Ende des Geschäftsjahres 2026 niedriger sein werden als zum Ende des ersten Halbjahres am 30. Juni 2026.
- ein stark positiver Effekt von +5,9 Prozentpunkten durch Verkäufe an Partner, vornehmlich zurückzuführen auf die starke Leistung von Partnerprogrammen. Darin enthalten sind auch Veränderungen im Konsolidierungskreis. So trug die Integration von RNAIPL (Renault Nissan Automotive India Private Ltd) ca. 380 Millionen Euro (+1,5 Punkte) bei. Ebenso der Ausbau des Vertriebs von Geely-Fahrzeugen in Brasilien. Die lokale Produktion über das Joint Venture Renault do Brasil soll noch in diesem Sommer anlaufen.
- ein solider Produktmix-Effekt von +3,2 Prozentpunkten, vor allem aufgrund des Erfolgs von Elektrofahrzeugen, der Übergangsphase zwischen Clio V und Clio VI (wobei der Clio VI einen höheren Durchschnittsverkaufspreis als der Clio V aufweist, der jedoch weiterhin unter dem Konzern-Durchschnitt liegt), sowie in gewissem Maße auch des Master. Dieser positive Effekt wird sich im kommenden Halbjahr fortsetzen.
- ein positiver Preiseffekt von +0,9 Prozentpunkten, da Preissteigerungen auf den internationalen Märkten zum Ausgleich von Wechselkursschwankungen teilweise durch den Preisdruck in Europa ausgeglichen wurden, der voraussichtlich das ganze Jahr über anhalten wird.
- ein negativer geografischer Mix von -0,7 Prozentpunkten, der hauptsächlich durch das Absatzwachstum außerhalb Europas, insbesondere in Indien und der Türkei, erklärt wird.
- ein „sonstiger” Effekt von +0,7 Prozentpunkten, der hauptsächlich auf einen Umsatzrückgang aufgrund von Rückkaufverpflichtungen gegenüber Anbietern von Kurzzeitvermietungen zurückzuführen ist.
Die Renault Group erzielte eine operative Marge von 1,567 Milliarden Euro, was 5,2 Prozent des Umsatzes entspricht.
Die operative Marge im Bereich Automotive lag bei 3,0 Prozent des Automotive-Umsatzes bzw. bei 814 Millionen Euro, verglichen mit 985 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf folgende Faktoren zurückzuführen:
- ein negativer Wechselkurseffekt in Höhe von -117 Millionen Euro, der hauptsächlich auf den negativen Einfluss der türkischen Lira, des britischen Pfund und des argentinischen Peso zurückzuführen ist. Der positive Einfluss der türkischen Lira auf die Produktionskosten wurde durch den Anstieg des Absatzes der Group in der Türkei ausgeglichen.
- ein positiver Volumeneffekt von +95 Millionen Euro, der vor allem auf Verkäufe an Partner zurückzuführen ist.
- Die Effekte durch Preis/Mix/Aufwertung und Kosten beliefen sich zusammen auf -425 Millionen Euro. Diese Entwicklung spiegelt gestiegene regulatorische Kosten und den erhöhten kommerziellen Druck, insbesondere in Europa, sowie einen höheren EV-Mix und gestiegene internationale Absatzzahlen, vor allem in Indien, wider.
- Die Kosten sanken dank eines effizienten Kostenmanagementprogramms mit einer starken Einkaufsleistung und geringeren Garantiekosten im Vergleich zum Vorjahr um 184 Millionen Euro, wodurch die Rohstoffinflation mehr als ausgeglichen wurde. Die Maßnahmen zur Senkung der variablen Herstellungskosten (COGS) pro Fahrzeug zahlen sich aus und stehen im Einklang mit den festgelegten Zielen des Strategieplans „futuREady“. Dem Plan zufolge strebt der Konzern mittelfristig eine Senkung der variablen Kosten pro Fahrzeug um durchschnittlich rund 400 Euro pro Jahr an.
- F&E verzeichnete einen positiven Effekt in Höhe von +87 Millionen Euro, der in erster Linie auf die positiven Effekte der Kapitalisierung der Aufwendungen für den Bereich der „softwaredefinierten Fahrzeuge“ seit dem 1. März 2026 zurückzuführen ist.
- Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken dank strikter Ausgabenkontrolle um -39 Millionen Euro.
- „Sonstige” Effekte beliefen sich auf +44 Millionen Euro, dank der starken Entwicklung des After-Sales-Geschäfts.
Der Beitrag von Mobilize Financial Services (Absatzfinanzierung) zur operativen Marge des Konzerns belief sich auf 753 Millionen Euro und lag damit 85 Millionen Euro über dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Dies ist vor allem auf das anhaltend starke Wachstum im Bereich der Kundenfinanzierung sowie auf die positive Entwicklung der Marge pro Finanzierungsvertrag zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beliefen sich auf -441 Millionen Euro, darunter Restrukturierungskosten in Höhe von -313 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2025 beliefen sich die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen auf -10,1 Milliarden Euro und umfassten -9,3 Milliarden Euro an nicht zahlungswirksamen Verlusten im Zusammenhang mit der geänderten Bilanzierung der Beteiligung der Renault Group an Nissan zum 30. Juni 2025.
Nach Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen belief sich das Betriebsergebnis der Renault Group auf 1.126 Millionen Euro gegenüber -8.404 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025.
Die Nettofinanzerträge und -aufwendungen beliefen sich auf 126 Millionen Euro gegenüber -93 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Diese Veränderung ist größtenteils auf die negativen Auswirkungen der Hyperinflation in Argentinien zurückzuführen, die sich auf nicht zahlungswirksame Posten auswirkten.
Der Beitrag der assoziierten Unternehmen belief sich auf 0 Millionen Euro gegenüber -2.322 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Darin enthalten war ein negativer Ergebnisbeitrag von Nissan in Höhe von -2,331 Milliarden Euro. Seit der Änderung der Bilanzierungsmethode zum 30. Juni 2025 werden Wertveränderungen der Nissan-Beteiligung direkt im Eigenkapital erfasst und haben keinen Einfluss mehr auf das Konzernergebnis der Renault Group.
Die laufenden und latenten Steuern beliefen sich auf -279 Millionen Euro gegenüber -324 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Der effektive Steuersatz lag bei 28 Prozent.
Der Nettogewinn der Renault Group (Konzernanteil) belief sich im ersten Halbjahr 2026 somit auf 721 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre der Renault Group entfallende Nettogewinn lag bei 705 Millionen Euro, was einem Ergebnis je Aktie von 2,39 Euro entspricht.
Der Cashflow im Bereich Automotive erreichte im ersten Halbjahr 2026 2,239 Milliarden Euro. Darin enthalten war eine Dividende in Höhe von 250 Millionen Euro von Mobilize Financial Services (gegenüber 150 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025).
Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen von Veräußerungen von Vermögenswerten und unter Einbeziehung von Lieferanten-Einstiegszahlungen in Höhe von 167 Millionen Euro beliefen sich die Netto-Investitionsausgaben und die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung des Konzerns auf 1,610 Milliarden Euro. Dies entspricht 5,3 Prozent des Umsatzes, verglichen mit 1,963 Milliarden Euro bzw.7,1 Prozent des Umsatzes im ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung der Quote ist hauptsächlich auf Anzahlungen von Partnern in Höhe von ca. 300 Millionen Euro sowie auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. Die Veräußerungen von Vermögenswerten beliefen sich auf 47 Millionen Euro, verglichen mit 42 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Einschließlich der Veräußerungen von Vermögenswerten beliefen sich die Netto-Investitionsausgaben und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung des Konzerns auf 5,2 Prozent des Umsatzes.
Der freie Cashflow im Bereich Automotive** belief sich auf 653 Millionen Euro. Darin enthalten waren -200 Millionen Euro an Restrukturierungskosten und eine negative Veränderung des Betriebskapitalbedarfs (WCR) in Höhe von -226 Millionen Euro. Letzteres umfasste die bereits erwähnten Anzahlungen von Partnern in Höhe von ca. 300 Millionen Euro.
Die Netto-Cash-Position im Bereich Automotive belief sich zum 30. Juni 2026 auf 6,57 Milliarden Euro, verglichen mit 7,335 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2025. Diese Entwicklung ist auf den freien Cashflow zurückzuführen und umfasst -655 Millionen Euro an Dividendenzahlungen an die Aktionäre sowie -605 Millionen Euro an Nettofinanzinvestitionen. Letzteres ist größtenteils auf die Auswirkungen der Vollkonsolidierung von Flexis (Erwerb der Anteile und Darlehen) zurückzuführen.
Die Automotive-Liquiditätsreserve lag Ende Juni 2026 mit 17,7 Milliarden Euro auf einem hohen Niveau.
Finanzprognose für 2026
In einem schwierigen Umfeld bekräftigt die Renault Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026:
- eine operative Konzern-Marge von rund 5,5 Prozent
- einen freien Cashflow im Bereich Automotive von rund 1,0 Milliarden Euro.
Die ungekürzte Originalpressemitteilung (engl.) zu den Konzern-Finanzergebnissen einschließlich weiterer Informationen und Tabellen finden Sie auf https://www.renaultgroup.com/en/ und auf https://en.media.renaultgroup.com/.
Link zur Live-Übertragung der Pressekonferenz am 30. Juli 2026 ab 8:00 Uhr MESZ. Eine Aufzeichnung ist ebenfalls verfügbar: LINK
* Um die Veränderungen des konsolidierten Umsatzes zu konstanten Wechselkursen zu analysieren, berechnet die Renault Group den Umsatz für den aktuellen Zeitraum neu, indem sie die durchschnittlichen Wechselkurse des vorangegangenen Zeitraums anwendet.
** Ausführliche Definition des Begriffs „Freier Cashflow im Bereich Automotive“ siehe Seite 7.
*** Auswertung Europäischer Automobilherstellerverband (ACEA)
**** Einschließlich batterieelektrischer Fahrzeuge (EV), Hybrid- (HEV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV), ausgenommen Mild-Hybrid-Fahrzeuge (MHEV).
***** Einschließlich Hybrid- (HEV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV), ausgenommen Mild-Hybrid-Fahrzeuge (MHEV).
****** Die Daten für das Geschäftsjahr 2025 wurden infolge der Verlagerung von Aktivitäten aus dem Geschäftsbereich „Mobility Services“ in den Geschäftsbereich „Automotive“ angepasst.